Worin unterscheidet sich der Diester funktionell vom Monoester?
Grundlegend. Der Monoester behält eine freie Hydroxylgruppe, die ihm Wasserverträglichkeit verleiht und es ihm erlaubt, nach der Verfilmung aus dem Film zu verdunsten; er ist damit ein Filmbildehilfsmittel. Beim Diester sind beide Hydroxylgruppen verestert, wodurch er vollständig unpolar und praktisch nichtflüchtig ist; er verbleibt dauerhaft im Film und wirkt stattdessen als Weichmacher.
2
Warum wird er als phthalatfreier Weichmacher eingesetzt?
Weil er eine effiziente Weichmachung ohne Phthalatchemie liefert, zu einer Zeit, in der ortho-Phthalate wie DEHP und DBP als reproduktionstoxisch eingestuft und in Verbraucheranwendungen beschränkt sind. Sein niedriges Molekulargewicht sorgt für gute Wirksamkeit bei moderater Zugabe, und seine geringe Flüchtigkeit begrenzt Fogging und Migration, die billigeren niedermolekularen Weichmachern zu schaffen machen.
3
Was ist Fogging und warum ist es relevant?
Es ist der Belag, der sich auf der Innenseite der Fahrzeugscheiben bildet, wenn Weichmacher aus Verkleidungs- und Armaturenbrettmaterialien verdunstet und an der kalten Windschutzscheibe kondensiert. Es ist sowohl ein Sicht- als auch ein Haltbarkeitsproblem, denn das aus dem Polymer austretende Material versprödet dieses zugleich. Weichmacher mit geringer Flüchtigkeit werden gezielt zur Vermeidung eingesetzt.
4
Wo wird er außerdem eingesetzt?
Als Viskositätsminderer in Plastisolen, wo seine niedrige Viskosität bei gleicher Verarbeitbarkeit einen geringeren Weichmachergehalt oder eine höhere Füllstoffbeladung erlaubt, sowie in Dichtmassen, Dichtstoffen, Klebstoffen und Druckfarben. Er wird auch als Filmbildehilfsmittel verwendet, wenn eine dauerhafte Erweichung des Films ausdrücklich erwünscht statt unerwünscht ist.
Still have questions?
Our team is ready to help with any specific enquiries about 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol-diisobutyrat.