Wann ist ein Lösemittel, das kaum verdunstet, tatsächlich erwünscht?
Wenn ein Lösemittelverlust das Produkt verändern würde. Bei einer Druckfarbe, die im Vorratsbehälter keine Haut bilden darf, bei einem Fluid, das über seine Lebensdauer kein Volumen verlieren darf, oder in einem System, in dem Verdunstung die Viskosität mit der Zeit erhöhen würde, ist ein nichtflüchtiges Lösemittel die Anforderung und kein Kompromiss. Genau in diesen Fällen wird TE spezifiziert.
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Worin unterscheidet sich TE von TM?
In einem Kohlenstoffatom an der Endgruppe. Die Ethylgruppe ergibt eine etwas bessere Verträglichkeit mit organischen Harzen als das Methyl-Äquivalent, wobei die vollständige Wassermischbarkeit erhalten bleibt, und sie erhöht den Siedepunkt geringfügig. Beide liegen eindeutig im nichtflüchtigen, stark hydrophilen Bereich der Glykolether-Reihe.
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Wird TE als Weichmacher eingesetzt?
Ja, und die Begründung ist dieselbe wie bei anderen hochsiedenden Glykolethern: Ein Weichmacher muss im Polymer verbleiben, statt auszuwandern und zu verdunsten, und die sehr geringe Flüchtigkeit ist die Eigenschaft, die dies leistet. Die freie Hydroxylgruppe erlaubt zudem den Einsatz als Zwischenprodukt für größere Weichmachermoleküle.
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Was ist bei der Spezifikation von TE zu beachten?
Dass es im Endprodukt verbleibt. Da es nicht verdunstet, ist seine Verträglichkeit mit der fertigen Formulierung ebenso wichtig wie die Verträglichkeit mit dem Prozess; Auswirkungen auf Härte, Wasserempfindlichkeit oder Langzeitstabilität sollten an gealterten Proben und nicht an frisch hergestelltem Material beurteilt werden.
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