Warum muss Chlor vor Umkehrosmosemembranen entfernt werden?
Weil Dünnfilm-Kompositmembranen durch freies Chlor oxidiert und dauerhaft zerstört werden, teils schon nach wenigen Stunden Einwirkung. Chlor wird stromaufwärts dennoch benötigt, um das Biofouling im Speisewasser zu kontrollieren, und muss deshalb dosiert und unmittelbar vor den Membranen wieder entfernt werden. Natriumbisulfit reduziert freies Chlor nahezu sofort zu Chlorid und ist dafür das Standardmittel.
2
Wie bindet Natriumbisulfit Sauerstoff im Kesselspeisewasser?
Es reagiert mit gelöstem Sauerstoff zu Sulfat und verbraucht den Sauerstoff, bevor er den Kesselstahl erreichen kann. Gelöster Sauerstoff führt zu Lochfraßkorrosion, die örtlich begrenzt ist und ein Rohr durchbrechen kann, lange bevor Flächenkorrosion ein Thema wäre. Die mechanische Entgasung entfernt den größten Teil, ein chemischer Sauerstoffbinder den Rest.
3
Wovon muss Natriumbisulfit bei der Lagerung ferngehalten werden?
Von Säuren, die Schwefeldioxidgas freisetzen, und von Oxidationsmitteln. Die Lagerung sollte kühl, dicht verschlossen und gut belüftet erfolgen; zudem oxidiert die Lösungsform beim Stehen langsam zu Sulfat, sodass die Haltbarkeit begrenzt ist. Bei über längere Zeit gelagertem Material sollte der Gehalt vor der Verwendung geprüft werden.
4
Wird es als Lösung oder als Feststoff geliefert?
Beides. Lösungsqualitäten liegen typischerweise bei 38 bis 40 Prozent und sind für die Direktdosierung ohne Ansetzanlage praktisch, doch der größte Teil des Gewichts ist Wasser und die Haltbarkeit ist begrenzt. Natriummetabisulfit ist die feste Form derselben Chemie und liefert mehr verfügbares Schwefeldioxid je Tonne bei deutlich besserer Lagerstabilität.
Still have questions?
Our team is ready to help with any specific enquiries about Natriumhydrogensulfit.