Was macht DPG zum Standardverdünner in der Parfümerie?
Es erfüllt vier anspruchsvolle Anforderungen zugleich. Es ist praktisch geruchlos und verfälscht die Komposition daher nicht; es löst sowohl die öllöslichen als auch die polaren Bestandteile eines Duftkonzentrats; es ist gering toxisch und nicht sensibilisierend, was wichtig ist, da es in hohem Anteil auf die Haut gelangt; und seine Flüchtigkeit ist niedrig genug, um das Verdunstungsprofil des Parfüms nicht zu verändern.
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Warum wird die Parfümerie-Qualität gesondert spezifiziert?
Weil der Geruch von der Reinheit abhängt. Spurenverunreinigungen, die in einer industriellen Anwendung ohne Belang wären, sind in einem Duft sofort wahrnehmbar und verändern die Komposition. DPG in Parfümerie-Qualität wird neben Gehalt und Wassergehalt formal auch über den Geruch spezifiziert; Industriequalität ist kein akzeptabler Ersatz.
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Ist DPG eine Einzelverbindung?
Nein, es wird als Isomerengemisch geliefert, was bei Dipropylenglykol üblich ist. Die Verknüpfung zweier Propylenglykol-Einheiten kann mehrere Strukturanordnungen ergeben, und Handelsware weist eine charakteristische Verteilung auf. Die Leistung als Verdünner wird dadurch nicht beeinträchtigt, da alle Isomere die maßgeblichen Eigenschaften teilen.
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Ist DPG sicherer als DEG?
Ja, deutlich. DPG ist ein Glykol der Propylenreihe und wird über Wege verstoffwechselt, die nicht die nephrotoxischen Säuren bilden, welche DEG gefährlich machen; zudem ist seine akute Toxizität gering. Das ist einer der Gründe, weshalb es in Kosmetik und Parfümerie in hohen Anteilen eingesetzt wird, während DEG auf industrielle Anwendungen beschränkt bleibt.
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