Warum werden hochmolekulare Phthalate anders behandelt als niedermolekulare?
Weil sich sowohl ihre Leistung als auch ihre Toxikologie unterscheiden. Größere, stärker verzweigte Moleküle werden fester im Polymer gehalten, migrieren und verdunsten daher weit langsamer und bieten bessere Permanenz sowie geringere Emissionen. Toxikologisch tragen die hochmolekularen Phthalate nicht die Einstufung als reproduktionstoxisch, die für DEHP, DBP und BBP gilt.
2
Ist DINP als CMR-Stoff eingestuft?
Nein. Es trägt nicht die Einstufung als reproduktionstoxisch, die in der EU für niedermolekulare Phthalate gilt. Dennoch ist es vorsorglich in Spielzeug und Babyartikeln, die in den Mund genommen werden können, auf einen Grenzwert von 0,1 Prozent beschränkt; die Anwendung entscheidet also weiterhin darüber, ob es eingesetzt werden kann.
3
Warum sind die DINP-Mengen in Europa so schnell gewachsen?
Weil es einen Großteil der Nachfrage aufgenommen hat, die von DEHP verdrängt wurde, als dieses Material aus der allgemeinen Verwendung genommen wurde. Es bot vergleichbares Verarbeitungsverhalten und bessere Permanenz ohne die Einstufung und war in großem Maßstab verfügbar. Phthalatfreie Alternativen wie DOTP und DINCH haben seither einen wachsenden Anteil dieser Position übernommen.
4
Wie verarbeitet sich DINP im Vergleich zu DOP?
Es geliert langsamer, weil das größere, verzweigte Molekül schlechter in das Polymer eindringt; Verarbeitungstemperaturen oder Verweilzeiten müssen daher in der Regel erhöht werden. Seine Viskosität ist höher, was die Plastisolhandhabung beeinflusst. Das sind beherrschbare Anpassungen, bedeuten aber, dass eine Substitution nicht vollständig direkt austauschbar ist.
Still have questions?
Our team is ready to help with any specific enquiries about Diisononylphthalat (DINP).